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Bei der Digitalisierung besteht hoher Nachholbedarf

10. Juli 2023 – Banken und Vermögensverwalter stehen unter Druck, so eine Umfrage des Dienstleisters Objectway. Die Ertragsprognosen in der privaten Vermögensverwaltung seien 2023 weiter rückläufig.

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Die Ertragsprognosen in der privaten Vermögensverwaltung seien 2023 weiter rückläufig. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage unter Banken, Vermögenverwaltern und Assetmanagern durch den Fintech-Anbieter Objectway. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen im Bereich der Vermögensanlage und unterstützt mehr als 100.000 Anlageprofis.

Die Ertragsprognosen in der privaten Vermögensverwaltung seien 2023 weiter rückläufig. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage unter Banken, Vermögenverwaltern und Assetmanagern durch den Fintech-Anbieter Objectway. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen im Bereich der Vermögensanlage und unterstützt mehr als 100.000 Anlageprofis.

„Die Vermögen stagnieren und damit auch die Erträge. Die Privatkunden reduzieren ihre Geschäftsbeziehungen und konzentrieren sich auf wenige Häuser“, sagt Karl im Brahm, Deutschlandchef von Objectway. Arbeitete ein Privatkunde im letzten Jahr im Durchschnitt noch mit 4,6 Vermögensverwaltern, seien es heute nur noch 4,2. Der steigende Konkurrenzkampf ist laut der Studie bei rund 84% der befragten Finanzunternehmen deutlich spürbar.

Nach Beobachtung von im Brahm besteht bei der Digitalisierung der Banken und Vermögensverwalter ein hoher Nachholbedarf. „Dabei geht es insbesondere um die Kommunikation mit den Kunden, die durchgängig digital werden muss. Ohne eine weitere Digitalisierung wird die Wettbewerbsfähigkeit leiden.“

Die Umfrage zeigt, dass die Banken und Vermögensverwalter ihre Investitionen in Technologie 2022 um 8,5% erhöht haben und bis Ende 2023 vermutlich um weitere 9,2% steigern werden. Ziel sei es hauptsächlich, das Kundenerlebnis zu verbessern, Prozesse und Geschäftsabläufe zu optimieren und das Angebot weiterzuentwickeln.

Fast 40% der Befragten gaben Customer Experience als wichtigste Priorität an. Ein großes Thema ist zudem die künstliche Intelligenz (KI). Fast 50% nennen KI und Machine Learning als die größten Veränderungen in den Customer-Experience-Strategien der nächsten zwei Jahre.

Im Bereich der strategischen Weiterentwicklung nehmen ESG-Investments den absoluten Löwenanteil ein. Über die gesamte Branche hinweg planen 84,5% der Befragten in den nächsten drei Jahren ESG-Investmentoptionen aufzunehmen oder auszuweiten. „Banken und Vermögensverwalter müssen sich eine ESG-Marke erarbeiten. Sie müssen also die Fähigkeit haben, innovative ESG-Produkte zu entwickeln, ein glaubwürdiges Profil besitzen und sich im Bereich ESG ganzheitlich aufstellen“, sagt im Brahm.

Da bei den Kunden das Bewusstsein für soziale und ökologische Auswirkungen bei der Geldanlage wachse, sei die Schaffung neuer grüner Anlagelösungen für 73% der Befragten eine natürliche Reaktion auf die sich ändernden Prioritäten der Anleger. Als Mittel zur Entwicklung einer ESG-Marke wurde in der Studie beispielsweise die Befragung von Kunden zu ihren ESG-Ansichten (64,7%) oder zusätzliche Unterstützung für die finanzielle Bildung (48%) genannt.

Bei der Regulierung sind fast 70% der Meinung, dass der immer stärkere regulatorische Druck sie dazu zwinge, ihr Geschäftsmodell kontinuierlich anzupassen. Angesichts der Bankturbulenzen sei der Ruf nach einer strengeren Regulierung aber verständlich. Es sei davon auszugehen, dass zusätzliche Kosten für Verwaltung und Rechtsabteilungen entstehen.

Beim Kundenerlebnis geht es darum, wie eine Bank oder ein Vermögensverwalter mit dem Kunden kommuniziert. Heute muss ein Anbieter mit einem hybriden Kunden arbeiten und alle Kanäle bedienen. D. h. so wenig Papier wie möglich, schnelle Entscheidungen der Berater und ein Angebot innerhalb von kurzer Zeit.

Testimonial

Karl im Brahm

Objectway CEO DACH Region